Alkohol­sucht: Ursachen und Behandlung

Wenn Genuss zur Sucht wird

Alkohol ist ein gesellschaftlich anerkanntes Genussmittel. Gerade deshalb ist es schwierig, die Grenze zwischen Genuss und Abhängigkeit an sich selbst zu erkennen. Es fällt den Betroffenen immer schwerer auf Alkohol zu verzichten. Zudem führt der regelmäßige Konsum zu einer schleichenden Toleranzentwicklung. Das bedeutet, dass eine Person immer mehr Alkohol trinken muss, um die Wirkung zu erfahren, die zuvor bei einer geringeren Dosis eingetreten ist.

Das Vernachlässigen früherer Interessen und wichtiger Lebensbereiche des Alltags sind weiterhin deutliche Zeichen einer beginnenden Alkoholabhängigkeit. Mehr als die Hälfte aller alkoholabhängigen Menschen verneinen für sich allerdings die Diagnose.

Das größte Problem der Betroffenen ist die Scham und die Verharmlosung des eigenen Trinkverhaltens. Beides macht die Probleme nur noch schlimmer.

Sollten Sie Sorge haben, dass Sie Ihr Trinkverhalten nicht ausreichend steuern und kontrollieren können, kann ich Sie nur ermuntern, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Besprechen Sie so offen und ehrlich wie möglich Ihre Problematik.

Hier können Sie einen anonymen Selbsttest durchführen, der Ihnen Hinweise gibt, ob bei Ihnen möglicherweise ein Alkoholproblem vorliegt.
Bitte beachten Sie: Dieser Selbsttest kann Hinweise auf eine mögliche Alkoholsucht liefern. Eine Diagnose kann mit diesem Test nicht gestellt werden.
Hilfe und Unterstützung erhalten Sie bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Selbsttest:

5 Fragen zu Ihrem Trinkverhalten


Symptome der Alkohol­abhängigkeit

  • starker Wunsch/Zwang Alkohol zu trinken
  • Toleranzentwicklung
  • Entzugserscheinungen bei Weglassen des Alkohols
  • der wiederholte Versuch den Alkohol zu reduzieren scheitert
  • Vernachlässigung von Interessen und von Pflichten
  • der Versuch den Alkoholkonsum zu verheimlichen
Alkoholproblem
Psychotherapie in Dortmund

UrsacheN

Für die Entstehung einer Alkoholabhängigkeit sind sowohl genetische, psychische als auch soziale Faktoren bedeutsam.

Eine weitere mögliche Ursache kann sein, dass bei Alltagsproblemen oder seelischen Belastungen der Alkoholkonsum als vorübergehende Entlastung erlebt wird. 

BEHANDLUNG VON ALKOHOL­ABHÄNGIGKEIT

Grundlage unserer Therapie ist ein Problembewusstsein und die Akzeptanz der Suchterkrankung. Viele Betroffene sind ambivalent bzw. zum Teil ablehnend bezüglich einer Therapie, daher führen wir ein aufklärendes, motivierendes Gespräch zu den verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Wichtig ist dabei vor allem das Verhalten in Familie, Partnerschaft, Beruf und Freizeit zur Vermeidung eines Rückfalles. An diesem Wendepunkt Ihres Lebens sind wir für Sie da.

Wir bieten die ambulante oder stationäre Entgiftung, sowie die ambulante oder stationäre Rehabilitationsbehandlung (Entwöhnung) an. 

Wir sorgen für die Anbindung an eine Suchtberatung oder an eine Selbsthilfegruppe. Des Weiteren sollte eine Anbindung an eine Ambulanz bzw. an einen Arzt erfolgen. Ihr Ziel sollte ein aktives, suchtfreies Leben sein. 

Zitate von Betroffenen

„Ich brauchte schon morgens einen Schluck, um über den Tag zu kommen."
"Um auf der Arbeit ruhiger zu sein, habe ich morgens
Beruhigungsmittel genommen und nach Feierabend getrunken.“
„Ich wollte nicht wahrhaben, dass meine Hände zittern."
"Hatte mich so geschämt, da habe ich nur noch mehr gesoffen.“
"Ich kannte mich nüchtern nicht mehr.“
"Ich habe auf der Bürotoilette getrunken und Minzbonbons gelutscht."
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Wenn ein Familienmitglied, der Lebenspartner oder ein Freund alkoholabhängig ist, kann das zur psychischen Belastung der nahestehenden Personen führen. Uns liegt es am Herzen, dass Sie sich nicht dafür verantwortlich machen das Problem zu lösen. Geben Sie ein Stück weit Verantwortung ab, indem Sie den Betroffenen in professionelle Hände übergeben. Die Verantwortung für die Genesung liegt beim Erkrankten – nicht bei Ihnen. 

Kümmern Sie sich aber auch um Ihr Wohlbefinden und sorgen Sie dafür, dass Sie Unterstützung bekommen. 

Nehmen Sie Ihre seelische Gesundheit in die Hand!

Weitere Informationen

Eine Suchtkrankheit belastet auch die Angehörigen oder Freunde. Fachlich qualifizierte Unterstützung und wertvolle Ratschläge für den angemessenen Umgang mit alkoholabhängigen Angehörigen erhalten Sie in Suchtberatungsstellen. Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.