Angststörung: Ursachen und Behandlung

Wenn Angst das Leben bestimmt

Es geht nicht darum frei von Angst zu sein. Niemand ist das. Wir sprechen von Angststörung, wenn die Angst ein übersteigertes Ausmaß annimmt und als Belastung empfunden wird. In der Medizin gehören Angststörungen zu den Krankheitsbildern, die am besten behandelt werden können.

PHOBIE​

Diese Störung bezeichnet eine stark ausgeprägte Angst vor bestimmten Situationen oder speziellen Objekten. Bei der sozialen Phobie, geht es um die Angst vor Situationen in der Gesellschaft, in denen man beobachtet oder bewertet werden könnte. Objektiv betrachtet stellen diese Angstauslöser keine echte Gefahr dar, für die Betroffenen sind sie allerdings bedrohlich und schränken je nach Ausprägung die Lebensqualität deutlich ein.

Panik­störung

Die Betroffenen durchleben wiederkehrende Angstanfälle, die sehr plötzlich beginnen und binnen weniger Minuten ihren Höhepunkt erreichen. Diese gehen mit heftigen körperlichen Symptomen einher. Je häufiger eine Panikstörung auftritt, desto größer wird die „Angst vor der Angst“ und umso mehr werden entsprechende Situationen gemieden und der Alltag zur Belastung. 

Generali­sierte Angst

Im Gegensatz zur Phobie haben diese Ängste keinen konkreten Auslöser. Die Betroffenen leben in einem ständigen Angstzustand und berichten über die Angst vor Krankheit, Unfällen, sozialem Abstieg oder anderen Unglücken, die sie in einem Zustand dauerhafter Anspannung hält.

Symptome der Angststörungen

Je nach Form der Angst und Ausprägung kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Herzklopfen, -rasen
  • Unruhe
  • Zittern
  • Hitzegefühle
  • Schwitzen
  • Atemnot
  • Benommenheit
  • Übelkeit  
Psychotherapie in Dortmund

UrsacheN

Angst ist ein Gefühl, das jeder kennt. Es kann es sich auch bei jedem zu einer Störung auswachsen. Häufig sind bedrohlich oder unangenehm erlebte Situationen der Auslöser für die Erkrankung.

BEHANDLUNG VON ANGSTSTÖRUNGEN

Auch hier sollte eine systematische Diagnostik erfolgen. Die Therapie wird individuell auf Ihren Fall abgestimmt. 

Jede Angst und jeder Patient müssen individuell behandelt werden. Es kann erforderlich sein die Hintergründe der Angst im Rahmen einer Psychotherapie aufzuarbeiten, insbesondere vergangene biographische Erlebnisse oder auch aktuelle emotionale Konflikte können psychosoziale Stressfaktoren sein. Die Begleittherapien können dabei helfen sich selbst wieder zu vertrauen, Kraft und Energie zu spüren oder sich gezielt entspannen zu lernen. Diese neuen Fähigkeiten werden anschließend aus der Therapiesituation in den Alltag integriert, um in der Angstsituation die Angst zu verstehen und kontrolliert abklingen zu lassen. In der Regel wird es sinnvoll sein sich in Begleitung oder alleine aktiv der ängstigenden Situation zu stellen.

Die Betroffenen erleben es als immense Steigerung ihrer Lebensqualität, die Ängste zu überwinden und die Kontrolle über ihr Leben wiederzuerlangen. 

Zitate von Betroffenen

„Die Angst vor der Angst ist für mich die schlimmste Angst."
„Ich hatte kein normales Leben mehr, alles war Angst."
"Ich hatte Angst alle denken ich sei verrückt.“
"Zum Schluss habe ich mich gar nicht mehr aus der Wohnung getraut."
"Ich hatte immer Angst ohnmächtig zu werden, ich blieb einfach in meinem Bett.“
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Weitere Informationen

Im Umgang mit den Betroffenen sollten Sie Verständnis zeigen und sich bewusst machen, dass es sich um eine Krankheit handelt. Um Konflikte und Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie sich über die Erkrankung aufklären lassen und sich eventuell selbst Unterstützung holen. Bestärken Sie die Betroffenen darin sich durch eine Therapie helfen zu lassen.
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