Borderline: Ursachen und Behandlung

Wenn das Leben einer Achterbahnfahrt gleicht

Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, die insbesondere durch anhaltend starke Gefühlsschwankungen geprägt ist. Emotionale Unbeständigkeit und ein schwankendes Selbstbild erschweren stabile zwischenmenschliche Beziehungen. 

Die Vorstellung allein zu sein, verlassen zu werden, wird als höchst bedrohlich empfunden, gleichzeitig kann aber oftmals Nähe nicht ertragen werden. Die Betroffenen erleben starke, kaum auszuhaltende Zustände der Anspannung. Viele Betroffene regulieren das Gefühl der inneren Leere und der inneren Anspannung mit selbstschädigendem Verhalten. 

Symptome von Borderline

  • das Gefühl „anders als die anderen“ zu sein
  • Unsicherheit und Impulsivität
  • Gefühlsstürme
  • selbstschädigendes Verhalten wie ein riskantes Sexualverhalten, exzessives Geldausgeben, Substanzmissbrauch, Essanfälle   
  • Selbstverletzung und Suizidversuche
  • ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Denken
  • anhaltende Wut und Aggressivität
  • Schwierigkeiten, stabile Beziehungen aufzubauen
  • Angst vor Nähe und gleichzeitig Verlassenheitsängste
  • häufiges Gefühl der inneren Leere
Ursachen und Behandlung von Borderline, Psychotherapie Dortmund
Psychotherapie in Dortmund

UrsacheN

Für die Entstehung einer Borderline-Störung sind sowohl genetische, neurobiologische als auch psychosoziale Faktoren bedeutsam.

Häufig sind frühe traumatischen Erfahrungen bei den Betroffenen zu finden. 

BEHANDLUNG VON BORDERLINE

Nach einer systematischen Diagnostik werden die besten Ergebnisse mit einer speziellen Psychotherapie erzielt, der DBT (Dialektisch-Behaviorale-Therapie) nach M. Linehan.

Patientinnen und Patienten erhalten vor Aufnahme eine eingehende Einführung in das Konzept. Unsere Station ist als DBT-Behandlungseinheit zertifiziert.

Zitate von Betroffenen

„Ich habe mich verlaufen in meinem Kopf.“
„Wenn das Blut fließt, genieße ich die Stille."
"Ich bin eine Schauspielerin in meinem Leben.“
"Ich spüre nur große Leere in mir.“
"Ich hasse mich für das was ich von mir zeige.“
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Nehmen Sie Ihre seelische Gesundheit in die Hand!

Weitere Informationen

Für Angehörige und Lebensgefährten kann es eine Belastung sein, mit den Gefühlsschwankungen, Wutausbrüchen oder Beleidigungen der Patientinnen und Patienten zurechtzukommen. Im Umgang mit den Betroffenen sollten Sie Verständnis zeigen und sich bewusst machen, dass es sich um eine Krankheit handelt.

Um Konflikte und Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie sich über die Erkrankung aufklären lassen und sich eventuell selbst Unterstützung holen. Es ist belastend mit den verletzenden Verhaltensweisen umzugehen. Bestärken Sie die Betroffenen darin sich durch eine Therapie helfen zu lassen und sorgen Sie auch für sich.

Hier erhalten Sie viele Tipps für Angehörige