BEHANDLUNG VON PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN

Psychotherapie | Medikamentöse Therapie | Begleittherapie

Grafik zum Zusammenspiel von Psychotherapie, Begleittherapie und Medikamentoese Therapie

Die drei Grundpfeiler der Therapie

Individuell auf Sie zugeschnitten

Den bestmöglichen Erfolg bringt eine Therapie, die sich Ihnen, Ihren Anliegen und Ihrem Problem orientiert. Nicht jede Methode ist für jeden Menschen gleich gut geeignet.

So können wir Ihnen an der Klinik für Seelische Gesundheit in Dortmund folgende Angebote machen:

Psychotherapie

Wir wenden sowohl Tiefenpsychologie, als auch Verhaltenstherapie an. Uns liegt ein individuelles Verständnis Ihrer Person und Ihrer Probleme am Herzen, um mit Ihnen an für Sie geeigneten Strategien zu arbeiten. 

Unser Therapiespektrum beinhaltet vielfach wissenschaftlich überprüfte Verfahren, aus denen wir einen maßgeschneiderten Behandlungsplan erstellen, der die Bedürfnisse des Patienten im Blick hat. 

Verhaltens
therapie

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass die Probleme der Patienten in der Gegenwart eine Rolle spielen. Demnach wird versucht eine Lösung in der Gegenwart zu finden. Wenn sich dabei Brücken in die Vergangenheit ergeben, so werden diese in der Therapie auch beleuchtet.

Tiefen
psychologie

Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass Probleme in der Kindheit und Jugend ihre Wurzeln haben. Daher ist sie um ein biographisches Verständnis der Probleme bemüht.

Medikamentöse Therapie

Bei einigen psychischen Erkrankungen, insbesondere bei schwerer Ausprägung, ist die hohe Wirksamkeit von Psychopharmaka wissenschaftlich belegt. Die medikamentöse Therapie wird mit anderen Therapieoptionen kombiniert und unterstützt anderen Therapien. Wir sind selbstverständlich darauf bedacht, Sie im Hinblick auf Alternativen, Wirkung, Dosierung und Nebenwirkung fachkundig und sorgfältig aufzuklären. 

Anti-Depressiva

Diese Medikamentengruppe hat als Gemeinsamkeit einen stimmungsaufhellenden und/oder antriebsverbessernden Therapieeffekt. Da sie nicht nur bei Depressionen eingesetzt werden, sondern auch für andere Krankheitsbilder wie Angst- oder Zwangsstörungen zum Einsatz kommen, ist der Name irreführend. Der gewünschte Therapieeffekt setzt bei den meisten Patienten erst nach 4-8 Wochen ein. Entscheidend ist es für den jeweiligen Patienten den Wirkstoff zu finden der individuell am besten hilft, da die einzelnen Präparate sehr unterschiedlich wirken.  

Stimmungs­stabilisierer

Diese Medikamentengruppe ist zur langfristigen Stimmungsstabilisierung gedacht. Insbesondere bei bipolaren affektiven Störungen, bei wiederkehrenden, schweren Depressionen, Schizophrenie und der Borderline-Persönlichkeitsstörung sind die Stimmungsstabilisierer als Langzeitmedikation vorgesehen. Die stabilisierende Wirkung soll extreme Stimmungsschwankungen reduzieren und aktiv gegen depressive und manische Phasen vorbeugen. Wir legen großen Wert auf die Rückmeldungen des Patienten hinsichtlich Wirkung bzw. Nebenwirkungen, um gemeinsam eine individuell auf Sie abgestimmte Therapie zu entwickeln.

Antipsychotika

Diese Medikamentengruppe hat eine antipsychotische Wirkung. Psychotische Symptome wie die Veränderungen des Wahrnehmens, Denkens, Fühlens und der Beziehung zur Umwelt werden deutlich gelindert. Das Denken und Fühlen wird wieder geordnet und vor allem der Bezug zur Realität hergestellt. Seien Sie unbesorgt: das Bewusstsein und die Persönlichkeit werden nicht beeinflusst. Es geht nicht darum die Persönlichkeit zu verändern. Durch die Medikation sollen die Symptome. die häufig schwerwiegend die Lebensqualität beeinträchtigen und die Bewältigung des Alltags erschweren, reduziert werden und eine stabilisierende Wirkung erzielt werden.  

Begleittherapien

Ein gutes Therapieangebot legt besonderen Wert auf die umfassende Behandlung des Menschen mit Körper und Seele. Daher werden für den optimalen Behandlungsplan verschiedene Therapien kombiniert.

Ergotherapie

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jedes Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen. (DVE)

Hände Ergotherapie

Bewegungs­therapie

Viele psychische Erkrankungen drücken sich in der Körpersprache und in den Empfindungen eines Menschen aus. Im Rahmen der Bewegungstherapie unterstützen wir das Verständnis für die Sprache des Körpers und einen besseren Zugang zu den eigenen Gefühlen. Die Förderung der Körper- und Selbstwahrnehmung, der sozialen Kommunikationsfähigkeit, der Affektkontrolle und vor allem die Zurückgewinnung der Lebensfreude sind zentrale Schwerpunkte der Therapie. 

Zudem konnte die heilsame Wirkung von Bewegung auf psychische Erkrankungen vielfach belegt werden.

Soziotherapie

Die Soziotherapie findet überwiegend im sozialen Umfeld des Patienten statt. Die Lebenswelt des Patienten wird berücksichtigt, um Unterstützung bei der persönlichen Lebensführung und der Entwicklung von Perspektiven zu bieten.  

Wachtherapie

Therapeutischer Schlafentzug hat nachweislich einen stimmungsaufhellenden Effekt.

Für Patienten, die an starken Schlafstörungen leiden, kann diese Therapie als ergänzendes, nebenwirkungsarmes Therapieverfahren eingesetzt werden.

Mehr

Stimulations­verfahren

Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist ein hochwirksames Therapieverfahren.

Ein elektrischer Impuls löst unter einer kurzen Narkose einen epileptischen Anfall aus. Ähnlich wie bei der Medikamentengabe wird das Nervensystem dadurch stimuliert. 

Die EKT wird ausschließlich auf ausdrücklichen Wunsch eines Betroffenen durchgeführt.

Mehr

Lichttherapie

Eine tägliche Anwendung von 10000 Lux in hellem Licht kann insbesondere bei der Behandlung depressiver Episoden positive Effekte aufweisen. Die stimmungsaufhellende Wirksamkeit ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Bei ihrer Anwendung ist jedoch einiges zu beachten.

Mehr

Häufige Fragen

Eine Psychotherapie – also eine Behandlung mittels wöchentlicher, einstündiger Gespräche – wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, wenn ein entsprechender Antrag von dem Therapeuten/der Therapeuten gestellt wird. Die ersten fünf Stunden sind antragsfrei.

Gleiches gilt für die Beihilfe.

Bei den privaten Krankenversicherungen kommt es darauf an, welche Bedingungen man vereinbart hat. Daher sollten Sie dies mit Ihrer Versicherung klären. Es gibt sehr unterschiedliche Regelungen.

Für eine stationäre Psychotherapie besteht keine Antragspflicht.

Eine psychiatrische Behandlung wird ambulant oder stationär immer von jeder Krankenkasse oder Versicherung übernommen. Eine solche muss auch nicht beantragt werden.

Auch wenn diese Frage oft gestellt wird, können wir keine allgemeingültige Antwort geben. Die Länge einer Psychotherapie hängt von der Schwere und Dauer der Erkrankung sowie der Therapiemethode ab und ist ganz individuell. Sie können auf unsere Erfahrung mit Ihrer Erkrankung vertrauen. Wir passen die Therapie maßgeschneidert auf Sie ab.